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Schulden durch Verbraucherkredite

Vor der Aufnahme eines Kredites und der Festlegung der monatlichen Zins- und Tilgungszahlung über einen bestimmten Zeitraum, sollten sich Verbraucherinnen und Verbraucher eine detaillierte Übersicht über ihre gesamten Einnahmen und Ausgaben verschaffen. Auch mögliche plötzlich eintretende Ereignisse, wie der Wegfall des Jobs, sind bei der Einnahmeseite zu berücksichtigen. Denn können die vereinbarten monatlichen Raten aus den laufenden Einnahmen nicht mehr aufgebracht werden und existiert keinerlei verwertbares Vermögen, liegt bereits eine Überschuldung vor. Dann ist unverzüglich eine Einigung mit dem Kredit- beziehungsweise Geldinstitut zu erzielen, um über eine Verlängerung der Kreditlaufzeit und damit geringere Zahlungsraten oder ähnliches zu verhandeln. Dabei kann es ratsam sein, die Hilfe einer seriösen Schuldnerberatungsstelle oder der Verbraucherzentrale Sachsen in Anspruch zu nehmen.

Was sind Verbraucherkredite?

Verbraucherkredite sind Geldverträge zwischen zumeist nicht gewerbetreibenden Verbraucherinnen und Verbrauchern, daher Privatpersonen, und einem Geld- beziehungsweise Kreditinstitut zum Beispiel Banken, Sparkassen. Dieses gibt dem Kreditnehmer oder der Kreditnehmerin eine verhandelte Menge Geld und lässt sich diese Summe nebst Zinsen in monatlichen Raten zurückzahlen. Kredite weisen festgelegte Laufzeiten und im Voraus vereinbarte Zahlungen des Kreditnehmers beziehungsweise der Kreditnehmerin auf, in denen Zins und Tilgung enthalten sind. Um einen Kredit aufnehmen zu können, muss die Vertragsperson mindestens volljährig sein.

Übrigens: Die Begriffe »Darlehen« und »Kredite« werden im gleichen Sinn verwendet. »Tilgung« bedeutet die regelmäßige Abzahlung oder Rückzahlung einer langfristigen Schuld in Form von Teilbeträgen.

Schadensreduzierung

Heute ist es recht einfach, einen Kredit oder ein Verbraucherdarlehen zu bekommen. Mit festem Job und regelmäßigem Einkommen können fast jeder Verbraucher und fast jede Verbraucherin einen Verbraucherkredit abschließen. Doch nicht immer sind Verbraucherinnen und Verbraucher ausreichend informiert über alle an einen Kreditvertrag geknüpften Bedingungen und stellen nach einiger Zeit fest, dass ihr Kredit zu »teuer« ist und sie die monatlichen Raten kaum noch oder bereits gar nicht mehr aufbringen können.

Manchmal kann es sinnvoll sein, eine Stundung der Zahlungen um drei bis sechs Monate bei der Bank zu beantragen, um die eigene finanzielle Lage zu stabilisieren. Dann zahlt man drei oder sechs Monate nichts oder weniger und schließt die so »ersparten« Zahlungen an das Vertragsende an. Zu bedenken ist dabei, dass der Kredit damit insgesamt teurer wird, denn es fallen für diesen Zeitraum, in dem nicht gezahlt werden kann, weitere Zinsen an.

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© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz