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Grundsätzliches zur Ver- und Überschuldung

Zu Sparen und sich zu verschulden, ist heute für viele Menschen normal. Private Schulden bedeuten in der Regel eine Steigerung des Konsums und - im Falle von Immobilien - zum Beispiel der Vermögensbildung. Sie ermöglichen, persönliche Ziele zu verwirklichen, erhöhen die Lebensqualität und sind Teil des gesamtwirtschaftlichen Wachstums. Durch die Aufnahme von Krediten gehen Menschen Zahlungsverpflichtungen gegenüber Banken, Versandhäusern oder Handyvertragsanbietern ein, und vereinbaren damit vertraglich die Rückzahlungen des geliehenen Geldes hinsichtlich Laufzeit und Zinssatz für den Kredit.

Verschuldung kommt immer vor der Überschuldung. Haushalte ohne Verschuldung geraten auch bei wegbrechenden Einnahmen nicht in eine Überschuldungssituation. Von Überschuldung wird dann gesprochen, wenn die Zahlungsverpflichtungen der Haushalte oder Personen gegenüber Banken, Versandhäusern, Vermietern oder Energieunternehmen sich mit den zur Verfügung stehenden Einnahmen nicht mehr finanzieren lassen. Überschuldung führt in jedem Falle zu einer ökonomischen, oft auch zu einer psychosozialen Destabilisierung der Betroffenen. Überschuldung ist daher nicht – wie Verschuldung – eine normale, sondern in jedem Falle eine kritische Lebenssituation.

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