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Überschuldet, was nun?

Eine Überschuldung liegt vor, wenn das monatliche Einkommen über einen längeren Zeitraum nicht ausreicht, die Lebenshaltungskosten zu finanzieren und den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Grundsätzlich kann jeder Mensch in eine solche Situation geraten.

Im Falle einer Überschuldung besteht natürlich die Möglichkeit, selbst zu versuchen, Absprachen mit Gläubigern zu treffen, um Stundungen zu erreichen oder Tilgungen zeitlich zu strecken. Dies wird aber nur in den Fällen gelingen, in denen die Anzahl der Gläubiger und die Höhe der Forderungen überschaubar sind.

Voraussetzung für eine Absprache mit den Gläubigern ist, dass der Überschuldete einen Überblick über seine finanzielle Situation hat, über alle laufenden Einnahmen und regelmäßig wiederkehrende Ausgaben einschließlich bestehender Zahlungsverpflichtungen. Dazu ist eine lückenlose Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben erforderlich. Für die ersten Schritte einer Schuldner- und Insolvenzberatung sollten alle verfügbaren Unterlagen, wie zum Beispiel Einkommensnachweise, Verträge mit Zahlungsverpflichtungen, Gläubigerforderungen oder Mahnungen, falls möglich geordnet vorliegen. Fehlt der Gesamtüberblick über monatliche Einnahmen und Ausgaben, haben Gläubiger bereits Zwangsmaßnahmen angedroht oder sind Konto oder Gehalt bereits gesperrt, sollte umgehend eine Schuldnerberatungsstelle aufgesucht werden.

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© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz