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Das Pfändungsschutzkonto

Das Pfändungsschutzkonto, kurz P-Konto genannt, existiert seit dem 1. Januar 2012. Das P-Konto ist wie ein normales Girokonto nutzbar. Barverfügungen, Überweisungen, die Einrichtung von Daueraufträgen oder Lastschriften sind grundsätzlich möglich. Im Unterschied zu Inhabern eines normalen Girokontos wird P-Konto Inhabern zum Beispiel keine Kreditkarte gewährt. Denn das Benutzen einer Kreditkarte setzt für die Bank oder das Geldinstitut Bonität voraus. Ist die finanzielle Situation also intakt, bedarf es keines P-Kontos.

Das P-Konto gibt es nicht automatisch. Entweder wird ein neues Konto gleich als P-Konto eingerichtet oder der Kontoinhaber beziehungsweise die Kontoinhaberin stellt einen Antrag an die Bank, um das bestehende Girokonto - gebührenfrei - in ein P-Konto umzuwandeln. Pro Person ist nur ein P-Konto möglich. Gemeinschaftliche P-Konten gibt es nicht. Das heißt, Girokonten, die von zum Beispiel Ehepaaren gemeinsam geführt werden, müssen vor der Umwandlung in ein P-Konto auf einen Ehepartner umgeschrieben werden.  

Steht eine Kontopfändung bevor, ist ein Guthaben in Höhe des Grundfreibetrages von 1.045,04 Euro pro Monat automatisch geschützt. Dies gilt für Arbeitseinkommen und Sozialleistungen genauso wie für finanzielle Unterstützung Dritter. Weitere Beträge wie zum Beispiel Kindergeld können auf Nachweis freigegeben werden, so dass sich der geschützte Betrag insgesamt erhöht. Das P-Konto ermöglicht es auch, nicht ausgegebene Restbeträge einmalig von einem auf den anderen Monat zu übertragen. 

Für weitere Fragen zum P-Konto zum Beispiel, ob das P-Konto auch gilt, wenn eine Verbraucherinsolvenz beantragt wurde, oder welche Möglichkeiten bei einer Doppelpfändung von Arbeitslohn und Girokonto bestehen, für diese und andere Fragen stehen die Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen sowie die Verbraucherzentrale Sachsen zur Verfügung.

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