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Verbraucherinformation

Verbraucher spielen in unserem Wirtschaftssystem als potenzielle Käufer von Produkten eine zentrale Rolle. Damit jede Verbraucherin und jeder Verbraucher eigenverantwortliche Entscheidungen treffen kann, muss sie/er gut informiert sein. Das meint der Begriff Verbraucherinformation. Mit diesen erhöht sich die Markttransparenz hinsichtlich der Zusammensetzung, der Eigenschaften, der Stärken und Schwächen von Waren und Dienstleistungen.

Bei der stetig wachsenden Angebotsvielfalt und einem breiten Spektrum an Informationsquellen wird es immer schwieriger, zuverlässige und relevante Verbraucherinformationen herauszufiltern. Der Verbraucher kann auf verschiedene Quellen zurückgreifen, um Verbraucherinformationen zu beziehen. Die wichtigsten sind:

  • Produkthersteller/Dienstleister,
  • Öffentliche Institutionen,
  • Verbraucherorganisationen,
  • Verbraucherportale im Internet.

Das wichtigste rechtliche Instrumentarium zur Erlangung von relevanten Verbraucherinformationen ist das Verbraucherinformationsgesetz (VIG). Verbraucher können mit Hilfe des VIG Auskunft zu bestimmten Produkten oder Sachverhalten von Behörden verlangen. Konkret beziehen sich die möglichen Informationen auf Lebensmittel, Futtermittel, Bedarfsgegenstände sowie Haushaltsgeräte, Möbel und Heimwerkerartikel. Dieser Anspruch gilt nicht nur bei Gefahren oder Risiken für Gesundheit und Sicherheit, sondern er umfasst auch alle anderen wichtigen Bereiche wie etwa die Kennzeichnung, die Herkunft, die Beschaffenheit oder die Herstellung von Produkten.

Verbraucherinformationen werden auch durch nicht-kommerzielle Organisationen wie die Verbraucherzentrale Sachsen (VZS) bereitgestellt. Anhand von Broschüren, Veranstaltungen, Videos und einer kostenlos nutzbaren Infothek trägt dies zu einem Ausgleich des Informationsgefälles zwischen Anbieter und Nachfragern bei.

Die Verbraucherinformation sorgt für direkte Effekte dadurch, dass der Informationsnutzer bewusstere Entscheidungen treffen kann. Indirekte Effekte entstehen dadurch, dass Anbieter auf das Verhalten der Informationsnutzer prophylaktisch oder im Nachhinein reagieren, indem sie zum Beispiel Preise senken, die Qualität verbessern, das Informationsgebot selbst erhöhen etc. (Quelle: http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/verbraucherinformation/verbraucherinformation.htm)