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Formen der Verschuldung

Unterschieden wird zwischen »bankenmäßigen« und »nicht-bankenmäßigen« Verschuldungsformen. So sind unter bankenmäßigen Verschuldungsformen alle entgeltlichen Verbraucherkredite zu verstehen, die ein Kreditgeber einer Verbraucherin oder einem Verbraucher in Form eines Darlehens, eines Zahlungsaufschubs oder einer sogenannten Finanzierungshilfe gewährt oder zu gewährleisten verspricht. Auch Leasingverträge, zum Beispiel für ein Auto, gehören dazu, wenn die Leasingsache am Ende der Vertragslaufzeit auf die Verbraucherin oder dem Verbraucher übergehen soll.

Zu den nicht-bankenmäßigen Verschuldungsformen zählen die sogenannten Primärschulden, die sich aus Mietschulden, Energieschulden und offenen Telefonkosten zusammensetzen. Erfahrungen der Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung zeigen, dass Schuldner mit Miet- und/oder Energieschulden und dazu unter Umständen noch offenen Telefonrechnungen, meist noch weitere Schulden haben.

Weitere nicht-bankenmäßige Verschuldungsformen sind Spielschulden, Pfandleihe, Ratenkäufe, Unterhaltsverpflichtungen, Schulden aus unerlaubten Handlungen wie zum Beispiel Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten und sonstige Schulden.

Anzeichen für eine Überschuldung im Rahmen einer nicht-bankenmäßigen Verschuldung sind eine eingeleitete Pfändung, Zwangsräumung, Energiesperrung oder Obdachlosigkeit, die Abgabe Eidesstaatlicher Versicherungen, Schulden im Zusammenhang mit Arbeitslosigkeit und Sozialhilfe und nicht zuletzt eine bereits eingeleitete Privatinsolvenz.

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© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz