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Folgen von Überschuldung

Die wirtschaftlichen Folgen

Können Rechnungen und Kredite nicht mehr bezahlt werden, verschicken die Unternehmen - dann als Gläubiger bezeichnet - Mahnungen und Mahnbescheide, später Vollstreckungsankündigungen. Sie beauftragen Inkassobüros oder Rechtsanwälte, ausstehende Zahlungen einzufordern. Liegen gerichtlich festgestellte Forderungen vor, sogenannte titulierte Forderungen, werden über Gerichtsvollzieher pfändbares Bargeld oder Sachgegenstände sichergestellt. Selbst dieser Vorgang ist mit Kosten verbunden und geht zu Lasten des Schuldners.

Wird die Wohnungsmiete nicht mehr beglichen, droht die Kündigung der Wohnung seitens des Vermieters, bei Energieforderungen schaltet das Unternehmen den Strom ab. Ist der Geldmangel so gravierend, kann das tägliche Leben wirtschaftlich nur schwer bestritten werden.

Psychosoziale Folgen

Die belastende wirtschaftliche Situation hat in der Regel starke Auswirkungen auf das gesamte Umfeld der Überschuldeten. Es gibt meist Ärger am Arbeitsplatz, mit der Bank ohnehin, aber auch in der Familie. Die Kinder halten der permanenten Anspannung nicht stand. Damit sind Schwierigkeiten mit dem Lernen und Probleme in der Schule quasi vorprogrammiert.

Überschuldung kann daher nicht nur Existenzängste auslösen, sondern durch die entstandene komplexe Problemlage macht sie Menschen auch handlungsunfähig und teilweise sogar krank. Psychosoziale Folgen können sein: Antriebsarmut (Lethargie), gemindertes Selbstwertgefühl, Vereinsamung und soziale Abschottung und Alkoholmissbrauch. Daraus können sich ernst zu nehmende psychische Leiden und Erkrankungen bis hin zu Depressionen entwickeln.

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© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz