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Grundversorgung

Zur Grundversorgung von »Letztverbrauchern«, der auch Haushaltsendkunde genannt wird, ist meist der Anbieter verpflichtet, der die meisten Verbraucher in einem Netzgebiet beliefert. Dieser Anbieter muss die allgemeinen Bedingungen und Preise für die Versorgung öffentlich bekannt geben und im Internet veröffentlichen, sowie zu diesen Bedingungen und Preisen jeden Haushaltskunden versorgen. (Paragraf 36 Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (EnWG). Wechselt der Grundversorger, gelten die von Haushaltskunden mit dem bisherigen Grundversorger geschlossenen Energielieferverträge zu den im Zeitpunkt des Wechsels geltenden Bedingungen und Preisen fort.

Ein Vertrag mit dem Grundversorger kommt bereits dann zustande, wenn der Verbraucher Strom aus dem allgemeinen Versorgungsnetz entnimmt, auch wenn es noch keine vertragliche Festlegung gegeben hat. Der Verbraucher hat dabei aber die Pflicht, den Grundversorger unverzüglich darüber zu informieren, sich also als Kunde anzumelden. Andernfalls hat der Energieanbieter das Recht eine Vertragsstrafe zu verlangen. (Paragraf 2 in Verbindung mit Paragraf 10 Stromgrundversorgungsverordnung (StromGVV). Bei dieser Anmeldung kann der Verbraucher dann festlegen, nach welcher Tarifart des Anbieters er seine Abrechnung haben möchte. Dies hängt fast immer sehr stark von der Strommenge ab, die der Verbraucher in einem Jahr abnehmen wird.

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© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz