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Tarife

Wer sich derzeit über den für ihn günstigsten Strompreis kundig machen will, dem sei der Online-Tarifrechner der Verbraucherzenterale empfohlen, der als einer der wenigen ganz ohne eigene finanzielle Interessen die Daten nur im Interesse des anfragenden Verbrauchers auswertet.

Noch wird es eine solche Auswertung geben können. In einiger Zeit wird dies vorbei sein. Denn: In Kürze wird Strom dann günstig vom eigenen Anbieter angeboten, wenn die Produktion groß aber die Nachfrage gering ist. Bislang scheitern solche Angebote an den fehlenden Abrechnungsmöglichkeiten. In einigen Jahren wird sich aber der sogenannte »Smart Meter« durchgesetzt haben, der »schlaue Zähler«, das intelligente Abrechnungsgerät. Kurz: Aus dem jetzigen Stromzähler wird ein kleiner Computer, der nicht nur minutengenau die Daten des Stromverbrauchs notiert, sondern der diese auch noch via Funk an den Anbieter zur Abrechnung weiterleitet. Wer möchte, der soll dann diese Daten jederzeit auch auf seinem Rechner auslesen können.

Die Folge: Nachts sinkt normalerweise der Stromverbrauch unter das vorhandene Angebot, da die Grundlastkraftwerke auch in diesen Stunden betrieben werden müssen. Da wird Strom produziert, der nicht direkt gebraucht wird und nicht komplett gespeichert werden kann. Brächte man nun die Haushalte dazu, erst ab 23 Uhr die Wäsche – in der natürlich lärmreduzierten und Zeitschaltuhr gesteuerten Waschmaschine zu waschen, könnte der dort verbrauchte Strom kostengünstiger angeboten und abgerechnet werden, als der für die Wäsche morgens um sieben, wenn gleichzeitig alle Nachbarn Haare föhnen und die Kaffeemaschinen anschalten.

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© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz