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Unseriöse Nebenjobangebote

Wer möchte nicht gern nebenbei und mit möglichst wenig Aufwand viel Geld verdienen? Zeitungen und Internet stecken voller Angebote für Nebenverdienstmöglichkeiten mit derartigen Anpreisungen. Doch nur selten halten diese, was sie versprechen. In den meisten Fällen verbergen sich hinter den Anzeigen unseriöse Anbieter, die auf die bloße Abzocke des ehrlichen Jobsuchenden aus sind.

Wo Sie auf Nebenjobangebote stoßen können

Zeitungsannoncen sind der althergebrachte Weg für Anbieter, auf ihre als lukrativ angepriesenen Jobs aufmerksam zu machen. Die Flut der Inserate, die Nebentätigkeiten offerieren, ist nach wie vor ungebremst. Insbesondere in Lokalblättern lassen sich nahezu täglich solche Angebote finden. Aber die Anbieter haben auch das Internet als Plattform für sich entdeckt. Hin und wieder werden entsprechende Angebote auch direkt an den »Mann« gebracht, etwa als Flyer hinterm Scheibenwischer des Pkw. Da jedoch niemand etwas zu verschenken hat, ist bei solcherlei Nebenverdienstangeboten stets Skepsis angebracht.

Typische Tätigkeitsfelder unseriöser Anbieter

Die Palette der angepriesenen Nebentätigkeiten ist äußerst vielfältig. Reagiert beispielsweise ein Interessent auf eine Anzeige, die eine leichte Tätigkeit von zu Hause aus verspricht, so wird ihm häufig mitgeteilt, es handele sich um das Zusammenschrauben von Kugelschreibern, die Herstellung von Modeschmuck oder Verpackungsmaterial. Das Angebot dient jedoch fast immer nur dazu, Bares abzukassieren und nicht, einen Arbeitsvertrag abzuschließen. Andere Anbieter halten Tätigkeiten in Form von Wochenendfahrdiensten bereit. Nebenjobofferten für jegliche Art von Kundenwerbung gegen Provision warten ebenso auf den Jobsucher wie Dienste als Produkttester, bei denen meist auch noch Verträge über ein Zeitschriftenabo unterschrieben werden sollen. Ein wachsendes Feld unseriöser Angebote findet sich im Bereich Arbeitsvermittlung. Hier wird dem Interessenten in der Regel eine Tätigkeit als selbstständiger Mitarbeiter schmackhaft gemacht, die jedoch nicht selten mit einer herben Enttäuschung endet.

Checkliste – woran Sie unseriöse Angebote erkennen können

Höchste Vorsicht ist angesagt, wenn der Anbieter Zahlungen verlangt, bevor der Job überhaupt angetreten wird. Häufig soll der Interessent zunächst einen als Bearbeitungs-, Registrierungs-, Teilnahme- oder Anmeldegebühr bezeichneten Geldbetrag auf das Konto des Anbieters überweisen. Bei anderen vermeintlichen Jobgebern muss der Interessent, um den Job antreten zu können, beispielsweise Computersoftware oder einen Videofilm beziehungsweise eine DVD erwerben. Die Interessenten erhalten in diesen Fällen jedoch in der Regel nur wertloses, aber teuer erkauftes Material.

Unseriöse Jobs verbergen sich häufig auch hinter solchen Angeboten, bei denen zunächst ein Seminar beziehungsweise eine Schulung zu besuchen ist. Dafür sollen mehr oder weniger hohe Summen gezahlt werden. Dabei wird den Interessenten während des Seminars oder bereits im Vorfeld vorgespielt, diese Summen würden durch die anzutretende Tätigkeit mit Leichtigkeit wieder »reingeholt«.

Das Schneeballsystem

Viele Anbieter werden über sogenannte Schneeballsysteme tätig. Bei Schneeballsystemen erhält der Interessent eine Provision für den Fall, dass er durch Werbung weitere Teilnehmer auftreibt, die dann ihrerseits diesen Job annehmen. Solche Schneeballsysteme sind nicht nur unseriös und für die Interessenten meist mit Enttäuschungen verbunden, sondern deren Veranstalter macht sich außerdem strafbar.

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© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz