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Anschlussmitnahme bei Umzug

Die Mitnahme des Telefonanschlusses bei einem Umzug ist seit der Änderung des Telekommunikationsgesetzes neu geregelt worden. Kernbotschaft: Der Anschluss zieht mit um. So muss nun der Anbieter mit dem der Verbraucher seinen Telekommunikationsvertrag abgeschlossen hat, die »vertraglich geschuldete Leistung« am neuen Wohnsitz des Verbrauchers erbringen. Die Vertragslaufzeit oder andere Vertragsinhalte dürfen sich dabei nicht ändern.

Voraussetzung dafür ist jedoch, dass an dem neuen Wohnsitz die Leistung auch angeboten werden kann, das heißt, für den Anbieter auch eine Anschlussmöglichkeit besteht.

Der Anbieter darf für den technischen Aufwand des umziehenden Anschlusses ein angemessenes Entgelt verlangen. Besteht am neuen Wohnsitz keine Anschlussmöglichkeit, kann der Verbraucher den Vertrag unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist zum Ende des Kalendermonats kündigen, wenn die Allgemeinen Geschäftsbedingungen keine kürzeren Fristen ermöglichen. Hat der alte Anbieter am neuen Ort jedoch keine Anschlussmöglichkeit, kann er nicht einfach den Kunden an ein »befreundetes« Unternehmen weitervermitteln. Die Entscheidung über den neuen Anbieter fällt ausschließlich der Verbraucher selbst.

In jedem Fall ist es anzuraten, sich rechtzeitig vor einem Umzug mit dem Telekommunikationsanbieter in Verbindung zu setzen und Erkundigungen über die Anschlussmöglichkeiten am neuen Wohnort einzuholen.

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