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Vertragslaufzeit

Das klingt gut: 19,99 Euro für das neue Handy. Die sind doch schnell ausgegeben. Unterschrieben. Gekauft. Und zu Hause nachgelesen: Vertragslaufzeit 24 Monate, Mindestumsatz zusätzlich von 10 Euro im Monat und eben die 19,99 Euro jeden Monat als Grundgebühr. Macht unterm Strich ein Geschäft im Wert von 720 Euro, über das man an anderer Stelle deutlich länger nachgedacht hätte.

Wer sich für seinen Mobiltelefon-Anbieter entscheidet, der sollte sich Zeit nehmen. Und genau darauf schauen, was er kauft sowie wo und was er unterschreibt. Im Normalfall gilt für die Erstlaufzeit des Vertrages auch beim Mobiltelefon eine Vertragslaufzeit von 24 Monaten. Aber auch hier gilt: Vertragsfreiheit. Wer eine kürzere Laufzeit anstrebt, der muss einfach mit seinem Vertragspartner verhandeln, schließlich will der ja einen Kunden gewinnen. Und da gilt auch: Lieber einen Kunden für ein Jahr als gar keinen Kunden.

Unter Einhaltung der Kündigungsfrist kann der Vertrag ordnungsgemäß gekündigt werden. Vorsicht: In den meisten Fällen kommt es – vertraglich geregelt - zu einer automatischen Verlängerung um ein weiteres Jahr, wenn die Kündigung nicht rechtzeitig ausgesprochen wird. Zu den Kündigungsfristen lohnt ein Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Anbieters, im Normalfall reicht eine Kündigung drei Monate vor Vertragsablauf aus.

Eine außerordentliche Kündigung ist schwierig, da kaum die entsprechenden triftigen Kündigungsgründe vorhanden sind. Nachgewiesene Verstöße gegen Datenschutzbestimmungen durch den Anbieter oder mehrfach nachgewiesen falsche Abrechnungen – die zur Kündigung berechtigen würden - sind eher die Ausnahme.

Also gilt auch beim Mobiltelefon vor Unterschrift unter einen Vertrag: Drum prüfe wer sich (ewig) bindet.

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