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Widerruf, Recht auf Umtausch, AGB

Widerruf des Vertrages

Grundsätzlich sind Verträge einzuhalten. Ein generelles Widerrufsrecht gibt es entgegen einer weitverbreiteten Auffassung nicht. Für viele Verbraucherverträge jedoch hat der Gesetzgeber aber ein 14-tägiges Widerrufsrecht vorgesehen (Paragraf 355 Absatz 2 BGB).

Recht auf Umtausch?

Gefällt die Ware nicht oder passt sie nicht, ist aber sonst frei von Mängeln, so gibt es kein Recht auf Umtausch. Ein Anspruch besteht nur, wenn der Händler ein solches Recht einräumt. Beispielsweise durch einen entsprechenden Hinweis auf dem Kassenzettel: »Umtausch innerhalb einer Woche«. Natürlich muss die Ware dann unbenutzt sein. Aber auch, wenn kein Anspruch eingeräumt wurde, sollte der Käufer in jedem Falle versuchen, den Händler um einen Umtausch zu bitten. Viele Händler stimmen dem aus Kulanz zu.

Lassen Sie sich nicht beirren, wenn der Verkäufer berechtigte Reklamationen infolge der Mangelhaftigkeit der Sache ablehnt und auf ein nur kurzes Umtauschrecht hinweist. Die Sachmängelrechte sind immer gegeben, auch wenn am Ständer mit Bademoden ein Schild prangt »Vom Umtausch ausgeschlossen«. Damit ist nur der Umtausch mangelfreier Ware gemeint.

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Häufig verwenden Unternehmer gegenüber ihren Kunden sogenannte Allgemeine Geschäftsbedingungen. Das berühmte »Kleingedruckte« wird jedoch nur wirksam in den Vertrag mit einbezogen, wenn darauf bereits bei Vertragsschluss hingewiesen wird (Paragraf 305 BGB). Zudem ordnet das Bürgerliche Gesetzbuch die Unwirksamkeit von Klauseln an, die den Kunden über Gebühr benachteiligen. Geschäftsbedingungen, die sich auf Sachmängelrechte beziehen, sind bei Verbrauchsgüterkäufen wegen der weitreichenden Schutzvorschriften weitgehend ohne Bedeutung.

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