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Garantie

Garantieerklärungen müssen einfach und verständlich abgefasst sein. Gibt der Verkäufer (oder ein Dritter) eine Garantieerklärung ab, so übernimmt damit der Verkäufer (oder der Dritte) eine zusätzliche freiwillige Haftung für die Beschaffenheit der Kaufsache beziehungsweise für deren Haltbarkeitsdauer. Zusätzlich ist diese Haftung deshalb, weil daneben die gesetzlichen Sachmängelrechte weiter bestehen. Wird eine bestimmte Haltbarkeitsdauer garantiert (zum Beispiel 3 Jahre Garantie auf Bruchsicherheit des Glases), wirkt sich eine solche Garantie insbesondere dann günstig aus, wenn die Garantiefrist über die Verjährungsfrist für Sachmängelrechte hinausreicht. Die Rechte aus der Garantie hat man somit auch noch, wenn die gesetzlichen Sachmängelrechte schon längst verjährt sind. In jedem Fall bewirkt eine Haltbarkeitsgarantie aber, dass der Käufer nicht beweisen muss, dass der Mangel bereits bei Lieferung vorlag.

Der Garantiegeber kann den Umfang seiner Leistungen aus der Garantie selbst bestimmen. So kann zum Beispiel der Hersteller lediglich Nachbesserung einräumen oder dem Käufer die Anfahrtskosten des Kundendienstes auferlegen. Auch die grundsätzlich im Rahmen der Garantie bestehende verschuldensunabhängige Schadensersatzpflicht kann beschränkt werden.

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