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Gesundheitlicher Verbraucherschutz

Schadstoffe in Spielzeug - ein Dauerbrenner für Medien und Überwachungsbehörden

Jedes Jahr, meist um die Weihnachtszeit, werden durch die Medien neue und auch teils schon bekannte Ergebnisse zu Spielzeugtests publiziert. Als Folge dessen richtet sich die Aufmerksamkeit auf die amtliche Kontrolle und die Aktivitäten der Behörden in dieser Beziehung.

Die sächsischen Lebensmittelüberwachungs- und Veterinärämter der Kreise und kreisfreien Städte, die unteren Bedarfsgegenständeüberwachungsbehörden Sachsens, nehmen jährlich 100-200 Proben Spielzeug, welche an der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen auf ihre stoffliche Zusammensetzung und rechtliche Konformität geprüft werden. Dabei wird unter anderem auf Gehalte an Weichmachern (zum Beispiel Phthalate), Schwermetallen (unter anderem Blei), Polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), N-Nitrosaminen und Azofarbstoffen untersucht. Im Ergebnis werden jährlich ca. 20 Prozent dieser Proben auf Grund stofflicher Mängel beanstandet, das heißt sie entsprechen nicht den rechtlichen Vorgaben und dürfen demzufolge nicht verkauft werden. Diesbezüglich treffen die zuständigen Überwachungsbehörden und die Produktverantwortlichen, die Hersteller und Einführer, geeignete Maßnahmen.

Eine Beanstandungsquote von 20 Prozent ist ohne Frage sehr hoch. In dieser Hinsicht darf jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass die Proben risikoorientiert entnommen werden. Das bedeutet, dass auf bestimmte gesundheitlich relevante Stoffe besonderes Augenmerk gerichtet wird und die dafür wesentlichen Spielzeuge bzw. Spielzeuge, die bereits durch Beanstandungen auffällig geworden sind, verstärkt untersucht werden.

Die primäre Verantwortung für die Sicherheit des Spielzeugs ist den Herstellern, Einführern und auch den Händlern übertragen. Die amtliche Bedarfsgegenständeüberwachung übernimmt die Verantwortung, durch stichprobenartige Kontrollen der chemischen Sicherheit des Spielzeugs zu überprüfen, ob die Produktverantwortlichen ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen. Diese Thematik stellt einen der Arbeitsschwerpunkte der amtlichen Bedarfsgegenständeüberwachung dar. Die nach wie vor hohe Beanstandungsquote zeigt, dass das Überwachungsbedürfnis dieser Produktgruppe durch regelmäßige amtliche Kontrollen weiter besteht. Auf der anderen Seite weisen die Überwachungsergebnisse auf die Notwendigkeit hin, dass jeder Einzelne beim Kauf von Spielzeug auf Sicherheit achtet. So geben wir nachfolgend einige

Tipps für den Einkauf von Spielzeug

  1. Beachten Sie die Angaben auf dem Spielzeug, für welches Alter des Kindes es geeignet ist. Zum Beispiel sollte Spielzeug mit der Angabe »Nicht für Kinder unter drei Jahre geeignet« Kleinkindern nicht gegeben werden, auch unter dem Blickwinkel, dass diese Spielzeug häufig in den Mund nehmen.
  2. Kaufen Sie kein Spielzeug, welches einen unangenehmen Geruch aufweist; dies weist oft auf unerwünschte Chemikalien. Bemerken Sie diesen Mangel erst später, sollten sie die geruchlich auffälligen Produkte nicht im gleichen Raum aufbewahren, in dem ihr Kind schläft.
  3. Beim Kauf eines farbigen Spielzeuges sollten Sie einen einfachen »Reibetest« machen, um zu prüfen, ob das Spielzeug abfärbt.

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