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Gesundheitlicher Verbraucherschutz

Muttermilch ist das Beste - Online-Handel mit Muttermilch birgt Risiken...

In verschiedenen Tageszeitungen wurde Anfang des Jahres 2014 über Angebote von Muttermilch im Internet über sogenannte Muttermilchbörsen berichtet. Die Nationale Stillkommission, eine Einrichtung am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), hat in ihrer Stellungnahme vom 18. Februar 2014 auf damit verbundene Risiken verwiesen. Die Kommission spricht sich gegen die private Abgabe von Muttermilch, zum Beispiel über das Internet, aus.

Zum einen verweist sie auf die medizinischen Risiken, die von den Spenderinnen ausgehen können, zum Beispiel aufgrund einer infektiösen Erkrankung der Spenderin. Bei Angeboten von Muttermilch im Internet wird zwar darauf hingewiesen, dass von der Spenderin ein Bluttest verlangt werden kann sowie auf die Möglichkeit, die Muttermilch an ein Testlabor zu senden. Es handelt sich dabei jedoch lediglich um Empfehlungen. Der Kommission zufolge sind bei Muttermilchspenden vergleichbar strenge Hygienevorschriften wie bei Blutspenden zu beachten.
Zum anderen bestehen Risiken der Lebensmittelhygiene, die durch einen unsachgemäßen Umgang mit der Muttermilch, beispielsweise beim Abpumpen, bei der Lagerung, durch mangelhafte Kühlung oder während des Transports entstehen können.

Frauen, die Milch spenden wollen, sollten sich an eine der bestehenden Frauenmilchbanken wenden. In Sachsen gibt es Frauenmilchbanken in Leipzig, Dresden, Chemnitz und Görlitz, die Kinderkliniken angeschlossen sind.

Für Mütter, die möchten, dass ihr Kind auch in der Zeit ihrer Abwesenheit in der Kindertagesstätte beziehungsweise der Kindertagespflege (Kita) mit Muttermilch ernährt wird, hat das BfR für Eltern und für die Beschäftigten der Kita Merkblätter zum hygienisch einwandfreien Umgang mit der Muttermilch, einschließlich der Einhaltung der Kühlkette bei der Lagerung und beim Transport in die Kita veröffentlicht.

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